Dienstag, 14. Juli 2015

Back to Aspie - Interessen .. isolierte Fähigkeiten auf bestimmten Gebieten ... und was es mit mir zu tun hat ....

Es ist mir lange nicht aufgefallen ...

Klar geworden ist es mir aber erst, als ich die Diagnose auf dem Tisch hatte ...

Es gibt Dinge, Gebiete, Sachen, die mich ganz besonders interessieren. Wenn ich auf so ein Gebiet gestossen bin, dann fällt es mir sehr leicht, mich damit zu beschäftigen und ich kann mir das Zeugs so schnell merken und einverleiben, da kommt nicht mal The Flash mit ...

Wenn ich dann auf so was wie Physik stosse, dass mich so was von gar nicht interessiert, dann kann ich machen was ich will: ich bekomme es einfach nicht in den Kopf. Egal wie oft ich es durchgehe, egal wie oft ich es mir erklären lasse .. Da ist nicht viel zu machen.

Sicher, es frustriert und ich stelle mich in solchen Augenblicken auch selbst in Frage.

Ob ich mir dabei dumm vorkomme? Ohne Frage, ja ..

Es stellt sich schon die Frage: wie wäre die Schule für mich gewesen, hätte ich schon zu dieser Zeit gewuss, dass ich ein Aspie bin? Was hätte ich anders machen können? Was hätte von der Schule aus anders gemacht werden können? Was hätte von daheim aus anders gemacht werden können?

Fragen, die ich nicht beantworten kann.

Dazu bin ich noch nicht lange genug darüber im Bilde, dass ich ein Aspie bin und was es heisst, ein Aspie zu sein.

Spezial-Interessen.

In meinem Fall gehören Kino, Filme, Fernsehen, Musik dazu.

Weiss der Geier, wenn mir doch nur alles so leicht fallen würde, wie diese Gebiete.

Es fällt mir auch relativ leicht, ein gewisses Allgemeinwissen anzueignen, mit dem ich dann um mich schmeissen kann, um ein wenig intelligenter dazu stehen, als dass ich wirklich bin.


Der Körper - seine Sprache - seine Dialekte - das Unverständnis - und ich ....

Ja, die Sprache meines Körpers.

Es stimmt. Als von Depressionen Betroffener lernt man mit der Zeit, seine Depression, die äusseren Anzeichen zu verstecken, zu überspielen.

Warum ich für meinen Teil das mache?

Es liegt zu einem ganz grossen Teil daran, wie man von seinen Mitmenschen behandelt wird.

"Du musst dich halt zusammenreissen"
"Depressionen sind doch nicht so schlimm, ich habe auch ab und zu und schaffe es immer, gleich wieder aufzustehen"
"Tu doch nicht so blöd" ...

und was einem sonst noch in bestem Wissen und Gewissen um die Ohren hauen.

Es ist doch so, dass man sich nach solchen Gesprächen noch viel kleiner, blöder, schlechter und mieser vorkommt. Das es einem auf diesem Weg dann noch tiefer in die Arme der Depression treiben kann, das überlegen sich diese Menschen nicht.

Es ist sicher eine gute Sache, wenn man seinen Mitmenschen helfen will, aber, man sollte dann auch so intelligent sein und wissen, wann man über ein Thema nicht wirklich Bescheid weiss und vor allem sollte man dann auch wissen, wann man seine Klappe halten sollte, bevor man es noch schlimmer macht.

Am Anfang einer Depression schaffe ich es noch, relativ leicht, diese hinter einer Maske zu verstecken.

Je schlimmer und intensiver diese Depression aber wird, desto schwerer fällt es mir, die Maske durchgehend zu tragen, mich dahinter zu verstecken.

Wenn das Versteckspiel nicht mehr aufrechterhalten werden kann und die Leute bemerken, dass es mir sehr schlecht geht, dann fangen sie an mich mit Fragen zu löchern. Es ist dann aber nur so, dass ich inzwischen so weit bin, dass ich die Frage gar nicht mehr beantworten kann, ich ein Gespräch nicht mehr schaffen würde. Das ist dann der Punkt, an dem ich meine gesamte Energie darauf verwenden muss, aufzupassen, dass ich nicht ganz von der Depression erfasst werde. Gelingt aber auch nicht immer. So viel Energie hat man als Betroffener einfach nicht immer.

Sicher, es ist nett, wenn man gefragt wird, was los ist, wenn einem die Leute helfen wollen. Ja, das ist sogar sehr nett. Nur, es gibt da halt immer wieder diese gewissen Zeitpunkte, an denen es besser ist, wenn man den Betroffenen in Ruhe lässt und wartet, bis es wieder ein wenig besser geht.


Depressionen .. noch einmal .. nicht zum letztenmal .. ein weiteres Kennzeichen .. und ich ..

Schuldgefühle ...

Ja, auch diese kenne ich ....

Hier liegt es sicher auch daran, wie ich erzogen worden bin .. von wem ich erzogen worden bin ..

Von klein auf wurde mir immer das Gefühl gegeben, das meiste falsch zu machen ... nicht wirklich viel zu können.
Gelobt wurde ich sehr, sehr selten. Viel zu selten. (Inzwischen bin ich ja der Meinung, aus eigener Erfahrung, dass Kinder so viel wie möglich gelobt werden müssen).

Wie es hat kommen müssen, ist der Tag gekommen, an dem ich mir für alles die Schuld gegeben habe. Egal ob ich etwas dafür konnte, oder auch nicht.

Tja, aber, es kann ja noch viel schlimmer kommen.

Eines Tages habe ich im Fernsehen Tennis angesehen. Ich weiss nicht mehr, wer gespielt hat, ich weiss nur noch, dass ich schlussendlich mir die Schuld gegeben habe, dass der Verlieren das Spiel nicht hat gewinnen können.

Ja, das habe ich auch gedacht von mir: Wie um Himmels willen soll ich schuld sein, wenn die in einem anderen Land spielen und ich beide noch nie live neben mir gesehen habe, nicht kenne und so weiter? Wie also, soll ich schuld sein???

Gute Frage, aber, mit Vernunft bin ich da nicht mehr weiter gekommen: durch irgendeine verdrehte Logik hatte ich das Gefühl, dass es meine Schuld gewesen ist, nur schon, weil ich das Spiel im Fernsehen angesehen habe.

Ja, von wegen Logik. Von wegen rational.

Noch heute passiert mir das ab und zu, wenn ich nicht aufpasse.

Habe ich einen schlechten Tag, schaffe ich es einfach nicht, mir ein Spiel von Roger Federer anzusehen, nur schon weil ich das Gefühl habe, dass er verlieren wird, wenn ich mir das Spiel ansehe.

Um es ein wenig abzukürzen:

Es hat Zeiten gegeben, da habe ich mir so ziemlich für alles die Schuld gegeben.

Aber ich habe es ja auch nicht anders gekannt. So ist es mir beigebracht worden.

Ich habe gelernt, dass ich nicht viel richtig machen kann. Das ich es eher schaffe, so ziemlich alles falsch zu machen.

Heute weiss ich zwar, im Bewusstsein, dass das gar nicht stimmt und noch viel weniger wahr ist, aber, mein Unterbewusstsein, das kämpft noch immer gegen die Vernunft an und an ganz miesen Tagen gewinnt es dann auch noch.

So ganz alleine für mich hoffe ich ja, dass der Tag kommen wird, an dem auch mein Unterbewusstsein ein wenig Vernunft zeigen wird.


Depressionen - wieder einmal - es geht weiter - und ich mache weiter ....

Weiter geht es mit den Depressionen.

Noch immer lese ich in dem Buch.

Da gibt es ein weiteres Symptom, das angeführt wird:

Antriebsstörung.

Antriebslosigkeit und Schwunglosigkeit. Auch diese beiden Zustände kommen mir sehr bekannt und noch viel vertrauter vor.

Es ist schon so: es gibt Tage, da ist es schon eine viel zu grosse Aufgabe für mich, auch nur ein Wort mit auch nur einem meiner Mitmenschen zu wechseln. Musste ich dann doch ein Gespräch führen, dann bin ich im Anschluss so müde, dass ich einen kleinen Schlaf brauche. Je länger das Gespräch, je intensiver die Kommunikation, je mehr Schlaf brauche ich.

Nur schon das Lesen eines kleinen Abschnittes kann dann zu einer Aufgabe werden, die ich in diesem Zustand nicht vollbringen kann.

Es hat in meinem Leben schon Tage gegeben, da hatte ich weder zu Essen noch zu Trinken im Hause, aber ich habe es nicht geschafft, aus dem Haus zu gehen, um etwas einzukaufen. Es hat mir sogar die Kraft gefehlt, übers Internet etwas zu bestellen. Erst am nächsten Tag hatte ich wieder so viel Kraft, um kurz rauszugehen, um ein wenig einzukaufen.

Ein echt mieses Gefühl.

Es ist doch so, dass es einem noch eine Stufe weiter runterzieht, wenn man bemerken muss, dass einem sogar für so eine kleine Sache, wie das Einkaufen die Kraft und der Antrieb fehlt. Echt, an solchen Tagen fühle ich mich nur noch ganz klein mit und ohne Hut.


Montag, 13. Juli 2015

Die Depression - ein kleiner Einschub - das Leben - Nichtleben - und ich ...

Die Depression.

Die Depressionen und ich ...

Mein Leben mit meinen höchsteigenen Depressionen.

Woher ich meine Depressionen habe, warum ich sie überhaupt habe, kann ich nur vermuten.

Ich habe den Verdacht, dass mir die Depressionen nicht nur im Blut liegen, sondern auch daher kommen, zumindestens teilweise, dass ich ein Asperger Autist bin und dass bis vor kurzem nicht gewusst habe.

Wenn man von Kindheit an weiss, dass man anders ist, anders als die meisten anderen, keine Erklärung dafür hat, immer wieder versucht so zu sein, wie die Mitmenschen und das einfach nicht klappen will, dann zieht einem das runter. Zieht es einem in ein Loch. Zieht es einem in ein Schwarzes Loch, was nur noch mehr dafür sorgt, dass es einem nicht gut geht.

Wenn man sich dumm fühlt, unwissend, wenn man sich allen Mitmenschen unterlegen fühlt, und auch hier nicht weiss, warum und wieso, dann hilft einem das in Sachen Selbstwertgefühl ganz und gar nicht.

Was sind nun Depressionssymptome?

Die Stimmung ist deprimiert.

Was soll das bloss heissen: das meine Stimmung zwar deprimiert ist, aber der Rest von mir ist davon nicht betroffen??? Ich mag solche ungenauen Ausdrücke nicht. Ah, sieh an: der Betroffene fühlt sich niedergeschlagen. Ja, das trifft es schon viel besser. Dieses Gefühl kenne ich: Es fängt damit an, dass ich mich fühle, als ob mich Thor's Hammer getroffen hat, auf mir liegengeblieben ist und ich es daher nicht mehr schaffe, auf die Beine zu kommen.
Eine echt gut gelunge Depression kann sich auch so zeigen, dass ich zwar auf die Toilette gehen muss, aber es ein oder zwei Stunden dauert, bis ich es geschafft habe, aufzustehen und den Weg unter die Füsse zu nehmen.

Das soll einfach nur ein kleines, sehr kleines, aber anschauliches Beispiel sein.

Es ist nicht wirklich einfach, jemandem verständlich zu machen, was eine schwere Depression ist, der selber noch nie eine hatte. Es fällt mir auch schwer, die richtigen Worte für so eine Erklärung zu finden. Die meisten meiner Mitmenschen fangen dann an, mit Sprüchen aus diversen Glückskeksen um sich zu schmeissen: Du musst Dich aufraffen / Du musst einfach aufstehen / Fang an zu lächeln, steh auf und ab geht es.

Wenn das wirklich so einfach wäre, gäbe es wohl in dieser Hinsicht keine Arbeit für die Psychiater.

Freudlosigkeit.

Auch das kenne ich leider nur viel zu gut.

Welches Beispiel könnte ich hier anführen? Es gibt einige Lieder, die mir sehr gut gefallen, bei denen ich einfach Mitsingen / Mitgröhlen muss, wenn sie laufen und zu hören sind.

Befinde ich mich allerdings in den Fängen einer Depression, dann ist das ausgeschaltet. Es ist, als ob die Lieder an mir vorbeitönen, mich nicht erreichen, oder zum einen Ohr reingehen und zum anderen wieder raus.

Hinzu kommt, dass eine Bombe neben mir explodieren könnte, Arnold Schwarzenegger könnte neben mir stehen und, es wäre mir so was von egal, es würde mir sogar auf die Nerven gehen ... mich nicht berühren ... Was mit meiner Umwelt ist, das wäre mir einfach nur egal ...

Ein anderes Symptom sieht in etwa so aus: wenn ich depressiv bin und in mich hineinsehe, dann sehe ich .. nur eine ganz grosse, leere Leere. Da ist nichts, und noch viel weniger. Wenn ich mich dann versuche auf etwas zu konzentrieren, versuche, mich abzulenken, dann sehe ich auch dort nur die ganz grosse Leere. Das ist der Augenblick, wo ich ganz vorsichtig sein muss. Meistens hilft es, wenn ich mich zum Schlafen hinlege. Wenn ich Glück habe, passiert etwas, das ziemlich neu für mich ist und mich so weit ablenkt, dass ich die Leere darin nicht sehe.
Läuft es so ziemlich scheisse, dann sorgt die Depression dafür, dass ich nur die Leere in allem sehe und das geht so lange, bis ich einfach nur noch müde bin und von einer Sekunde zur anderen einschlafe.

Etwas, das viele meiner Mitmenschen nicht so ganz mitbekommen ist, dass auch so eine Depression einiges an Arbeit, Schweiss und Blut kostet. Mit anderen Worten: es ist harte Arbeit, zu versuchen, nicht von einem Dach zu springen, sich vor einen fahrenden Zug zulegen oder sich irgendwelche Gifte in den Körper zu jagen, die dafür sorgen, dass das Leben ein wenig weniger lang dauert.


Körpersprache, das stumme Stummsein, das Lesen des Körpers und ich ...

Körpersprache.

Noch so ein Teil der Kommunikation zwischen den Menschen, die mir einiges an Problemen und Schwierigkeiten bereitet.

Wie oft bin ich geleimt worden, wie oft in meinem Leben bin ich verarscht worden, wie oft .. aber lassen wir das.

Das hat zum Teil nur geschehen können, weil es mir kaum möglich ist, die Körpersprache richtig zu lesen.

Es ist schon frustrierend, wenn man feststellt, wie einfach man es seinen Mitmenschen macht, wenn man das nicht richtig kann. Wie einfach man es seinen Mitmenschen macht, einem über den Tisch zu ziehen, einem reinzulegen, mit faulen Gags und Witzen zu verarschen.

Sicher, auch hier kann ich von mir zu recht sagen, dass ich im Laufe meines Lebens einiges dazu gelernt habe. Doch, auch hier ist es so, dass es harte Arbeit ist und ich mir nie ganz sicher sein kann, ob ich richtig gelesen habe oder nicht. Jedesmal hinterfrage ich mich dann selber und verliere so natürlich wertvolle Zeit. Zeit, in der mein Gegenüber schon weitermachen kann und ich noch keine Ahnung habe, ob es stimmt oder nicht, was gesagt worden ist.

Natürlich gilt auch hier: wenn ich mich auf die Körpersprache konzentriere, verliere ich die Mimik, die Stimme und alles andere aus den Augen und es kann so sehr leicht geschehen, dass ich zwar den Körper richtig lese, dafür aber etwas anderes nicht mitbekomme und trotzdem der Verlierer bin.

Ja, auch das führt dazu, dass ich an mir zu zweifeln beginne.

Sagen wir es so: so lange ich nicht gewusst habe, dass auch das zu meinem Wesen als Aspie gehört, bin ich mir einfach nur dumm und blöd vorgekommen. Wie oft bin ich nahe an der völligen Verzweiflung gewesen und habe weder ein noch aus noch rauf noch runter gewusst und wollte nie mehr unter Menschen sein.

Es gibt nicht viele, die sich vorstellen können, wie anstrengend und ermüdend es sein kann, wenn ich mich unter Menschen befinde. Wenn ich mich mit ihnen unterhalte und auf die Mimik, Körpersprache und alles andere achten muss. Es kann gut und gern vorkommen, dass ich nach einer intensiven Unterhaltung einfach nur noch müde bin und mich hinlegen muss, um ein wenig zu schlafen. Würde ich das nicht machen, könnte ich mich kurze Zeit später auf gar nichts mehr konzentrieren und wäre so müde, als ob ich einen Marathon gelaufen wäre.

Körpersprache .. ja .. .da denke ich oft, wie einfach wäre es, wenn es keine Körper mehr gäbe .. etwas weniger, dass mir Arbeit macht ...

Der Anfang, mit dem Blickkontakt .. dem NichtAnsehen und dem Ich ..

Der Blickkontakt.

Mehr als einmal bin ich gefragt worden, warum ich meinem Gegenüber nicht direkt in die Augen blicke.

Eine Frage, die ich bis vor kurzer Zeit nicht habe beantworten können.

Woher hätte ich schon wissen sollen oder auch wissen können, dass es ein Symptom, ein Zeichen von Asperger-Autismus ist.

Natürlich hat mich das immer ein wenig nervös gemacht, wenn mir jemand diese Frage gestellt hat und ich die Antwort schuldig geblieben bin. Ich meine, wen würde das nicht nervös machen, wer würde sich nicht ein wenig dumm vorkommen.

Ja, ich bin mir mit der Zeit immer unwissender vorgekommen. Das ich damit auch immer ein wenig von meinem Selbstvertrauen verloren habe, war dann auch nur noch eine Folgeerscheinung.

Um dieser Frage aus dem Weg zu gehen, habe ich gelernt, den Menschen nicht in die Augen zu sehen, nein, ich habe so knapp wie möglich an ihrem Kopf vorbeigesehen, so knapp, dass sie das Gefühl hatten, ich würde ihnen in die Augen sehen.
Ich gehe davon aus, dass einigen meiner Gesprächspartner aufgefallen ist, dass ich an ihnen vorbeisehe, aber, sie waren dann wenigstens so nett, nicht weiter darauf rumzureiten.
Andere haben es, zu meinem Glück nicht bemerkt und so bin ich dieser Frage aus dem Weg gegangen.

Mir ist klar, dass es in einer Konversation nicht hilfreich ist, wenn man es nicht schafft, seinem Gegenüber in die Augen zu sehen. So fällt es den Mitmenschen leicht und leichter, mich über den Tisch zu ziehen, ohne dass ich es merke.

Auf der anderen Seite:

Da ich eh Schwierigkeiten und Probleme damit habe, die Mimik zu lesen, zu lesen, was die Augen sagen, ist es von meiner Seite aus gehüpft wie zersprungen.

Blickkontakt.

Ich würde lügen, wenn ich verschweigen würde, dass ich im Verlauf meines Lebens doch ein wenig dazu gelernt habe und ab und zu doch etwas erkennen kann, etwas entschlüsseln kann.
Aber, das gestehe und gebe ich zu: ich täusche mich auf oft und oft bin ich mir auch sehr unsicher, ob ich mich in dem, was ich gelesen habe, nicht getäuscht habe.

Eines dürfte klar sein: Für mich ist das Lesen eines Gesichtes harte Arbeit. Nur schon der Blickkontakt bedeutet für mich arbeitet und, wenn ich den Blickkontakt aufnnehme und versuche in den Augen zu lesen, konzentriere ich mich darauf und dann kann es geschehen, dass ich nicht ganz mitbekomme, was gesagt wird, ob mein Gegenüber sich irgendwie bewegt, ... , ja, das entgeht mir dann fast alles.

Wie es auch ist: das ist einer der Nachteile, wenn man ein Aspie ist.

Auf der anderen Seite: es gibt Menschen, die sind innerlich schon so tot, dass in den Augen nicht mal mehr der Hauch von Leben zu erkennen ist und sogar ich dann damit umgehen kann.